Mit Stolz gebaut #1

Von einer Idee zu einer Maschine
Die Entstehung jeder VHM-Maschine beginnt am selben Ort: am Tisch, im Gespräch mit einem Kunden. Und bemerkenswerterweise dreht sich dieses Gespräch selten um Maschinen.
Im Agrar- und Lebensmittelsektor dreht sich alles um den Arbeitsablauf. Die Ware wird angeliefert, gelagert, verarbeitet und verpackt. Jeder Schritt muss nahtlos an den nächsten anschließen. Sobald es irgendwo zu einer Verzögerung kommt, macht sich dies im gesamten weiteren Prozess bemerkbar. Manchmal geht dadurch Kapazität verloren. Manchmal die Qualität. Und meistens beides.

Das sind Momente, in denen wir besonders aufmerksam zuhören. Ein Kunde erzählt von seinem Unternehmen. Von einem Vorgang, der sich jeden Tag wiederholt. Von einem Gabelstapler, der immer dieselbe Route fährt, die Hälfte der Zeit mit leeren Kisten. Von Menschen, die aufeinander warten. Von einem Prozess, der eigentlich gut funktioniert, aber dennoch immer ein wenig Unbehagen hervorruft. Oft handelt es sich um Dinge, die so selbstverständlich geworden sind, dass sich niemand mehr fragt, warum das eigentlich so ist.
Für den Kunden mag dies eine alltägliche Gewohnheit sein. Wir erkennen darin eine Frage: „Warum machen wir das eigentlich so?“ Fragen dieser Art bringen bei VHM die Räder ins Rollen und sind die Quelle der besten Ideen.

Nehmen Sie den BoxFilr. Mittlerweile ist er in vielen Scheunen ein vertrauter orangefarbener Anblick, doch auch er begann einst mit einem Gespräch. Immer mehr Unternehmer stellten auf die Lagerung in Kisten um. Für die Produktqualität eine logische Entscheidung, doch in der Logistik entstanden neue Herausforderungen. Wie stellt man sicher, dass jede Kiste gleichmäßig befüllt wird? Wie hält man den Produktfluss aufrecht, ohne große Lagerbunker oder zusätzliche Arbeitsschritte? Mehr Kisten bedeuteten mehr Gabelstaplerverkehr.
Die Antwort lag nicht in einem komplizierteren System, sondern in einer anderen Sichtweise. Die Kiste selbst wurde Teil des Ablaufs. Diese Idee war vielversprechend genug, um sie weiter zu untersuchen, und wie so oft tauchte irgendwo ein Stift auf. Ein paar Striche auf einem Whiteboard. Dazu ein Pfeil. Noch eine Skizze. Die ersten Umrisse einer Maschine, die zu diesem Zeitpunkt noch ausschließlich in den Köpfen einiger weniger Menschen existierte, die sich gut verstanden.

Dieses Whiteboard ist einer der wichtigsten Ausgangspunkte bei VHM. Hier nimmt eine Idee erstmals Gestalt an, ein Prozess wird skizziert. Fragen werden in Möglichkeiten umgesetzt. Und genau dort beginnt auch die Zusammenarbeit. Denn sobald die erste Skizze steht, übernehmen die nächsten VHM-Mitarbeiter den Staffelstab.
Die Konstruktionsabteilung macht sich an die Berechnungen. Zeichnen, Abwägen, Ausarbeiten. So fließt eine Idee weiter durch unser Unternehmen. Genauso wie später eine Kartoffel durch die Produktionslinie unseres Kunden rollt. Manchmal entsteht ein völlig neues Konzept. Manchmal erhält eine bestehende Maschine eine neue Aufgabe. Aber der Herstellungsprozess hat auf jeden Fall begonnen.
Und natürlich stellen wir immer noch eine letzte Frage: „Wann benötigen Sie das Gerät?“ Der Kunde lächelt. „Gestern.“ Diese Antwort überrascht hier niemanden mehr. Aber in zweieinhalb Monaten werden wir es installieren. Und wir streben nach einer Verbesserung.
3…2…1… Start der technischen Planung!
Weiterlesen: „Built with pride“ Nr. 2
