HeyStack sorgt für Kontrolle über die Ernte

HeyStack sorgt für Kontrolle über die Ernte

Immer mehr Ackerbauern tauschen das Whiteboard gegen ihr Smartphone ein

Da die Erntezeit näher rückt, bereiten sich Ackerbauern und landwirtschaftliche Lagerunternehmen auf eine arbeitsreiche Zeit vor. Lagerräume werden eingerichtet, Lagerstandorte überprüft und die Erntelogistik vorbereitet. Dabei wächst der Bedarf an einem aktuellen Überblick über Chargen, Lagerstandorte und verfügbare Bestände. Ob es sich nun um Zwiebeln, Pflanz- und Speisekartoffeln, Tulpenzwiebeln oder andere Agrarprodukte handelt: Unternehmer möchten stets wissen, was sich wo befindet und wie viel Vorrat verfügbar ist. Deshalb entscheiden sich immer mehr Unternehmen für die digitale Plattform HeyStack.


Übersicht ohne doppelten Verwaltungsaufwand

In vielen Ackerbau- und anderen landwirtschaftlichen Betrieben werden Chargen nach wie vor auf einer Weißwandtafel, in einer Excel-Datei oder auf losen Notizen erfasst. Das funktioniert zwar, ist jedoch zeitaufwendig und führt häufig zu doppeltem Verwaltungsaufwand. Während der Ernte folgen die Bestandsbewegungen in rascher Abfolge aufeinander. Partien werden geerntet, gelagert, sortiert und ausgeliefert. Gerade dann ist es wichtig, dass alle mit denselben aktuellen Informationen arbeiten.

Ausgehend von der Praxis hat das Softwareunternehmen Flowgistics aus Ens daher HeyStack entwickelt. Mit der App und der Weboberfläche können Nutzer auf einfache Weise Chargen, Lagerorte und Bestandsbewegungen erfassen. Alle Informationen stehen allen Beteiligten sofort zur Verfügung, sowohl auf dem Hof als auch im Büro. Die Plattform ist benutzerfreundlich, funktioniert ohne spezielle Hardware und ist auf den Alltag von Unternehmern im Agrarsektor zugeschnitten. Mittlerweile nutzen über 200 Betriebe HeyStack.

Neben HeyStack entwickelt Flowgistics auch FarmTrade, eine Plattform, die von mehr als 20.000 landwirtschaftlichen Betrieben genutzt wird. Die Erfahrungen, die das Softwareunternehmen mit beiden Plattformen sammelt, bilden eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung von HeyStack.

„Gerade vor der Ernte ist der richtige Zeitpunkt, um Ihre Bestandserfassung in Ordnung zu bringen“, sagt Mark Verwer von Flowgistics. „Ein Unternehmen ist innerhalb weniger Minuten eingerichtet. Danach können die Nutzer sofort loslegen, sobald die ersten Kisten in den Lagerraum gelangen.“

Einmal registrieren, immer auf dem neuesten Stand

Wo früher ein Whiteboard und eine Excel-Datei parallel genutzt wurden, müssen Informationen nun nur noch einmal erfasst werden. Der aktuelle Lagerbestand ist anschließend jederzeit über die App oder die Weboberfläche abrufbar. Dies verhindert Doppelarbeit und stellt sicher, dass Unternehmer, Mitarbeiter und Kontrollbehörden stets über dieselben, aktuellen Informationen verfügen.

Auch im Arbeitsalltag führt dies zu einer unmittelbaren Zeitersparnis. Die Mitarbeiter müssen nicht mehr vom Gabelstapler absteigen, um ein Whiteboard zu aktualisieren, sondern erfassen Änderungen direkt auf ihrem Smartphone. Da HeyStack ohne teure Scanner oder spezielle Hardware auskommt, ist der Einstieg in die digitale Bestandsverwaltung zudem unkompliziert.

Erfahrungen aus der Praxis

Der Ackerbaubetrieb Van Schendel in Marknesse arbeitet seit September 2025 mit HeyStack. Der seit 1948 bestehende Familienbetrieb baut auf einer Fläche von rund 400 Hektar unter anderem Pflanz- und Speisekartoffeln, Zwiebeln, Wintermöhren und Chicorée an. Bei einer Lagerkapazität von 12.000 Kisten ist ein guter Überblick über den Lagerbestand unerlässlich.

Vor der Einführung von HeyStack verwaltete das Unternehmen seinen Lagerbestand sowohl auf einem Whiteboard als auch in einer Excel-Datei. „Wir wollten vor allem weniger Fehler machen und auf einen Blick erkennen können, wie hoch unser Lagerbestand ist“, erklärt Mitinhaber Martijn van Schendel. Die Umstellung erforderte eine gewisse Eingewöhnungszeit. „Man muss dafür sorgen, dass alle das System konsequent nutzen. Das klappt immer besser.“

Mittlerweile möchte Martijn nicht mehr zurück. „Sobald alle Daten im System erfasst sind, verschafft uns das einen hervorragenden Überblick. Wir überprüfen regelmäßig den Lagerbestand. Das ist wichtig für uns selbst, aber auch für die Genossenschaft, für die wir Pflanzkartoffeln anbauen. So wissen wir genau, was wir noch verkaufen können oder müssen.“

Laut Martijn liegt der größte Vorteil nicht so sehr in der Erfassung, sondern in der Bestandsverwaltung. „Es werden weniger Fehler gemacht, und samstags aktualisiere ich immer den Bestand. Früher hat das ein paar Stunden gedauert. Jetzt öffne ich die App und sehe sofort, wie der Stand ist.“

Intelligente Software trifft auf intelligente Logistik

Die Entwicklung von HeyStack schreitet weiter voran. Flowgistics arbeitet dabei eng mit VHM Machinery zusammen, einem Spezialisten für umfassende Logistiklösungen für die Kisten- und Big-Bag-Logistik entlang der gesamten Agrar- und Lebensmittelkette. Beide Unternehmen teilen die Überzeugung, dass intelligente Logistik nicht an der Maschine endet. Deshalb arbeiten sie an einer Anbindung, bei der Daten aus VHM-Maschinen, wie beispielsweise das Gewicht gefüllter Kisten, automatisch in HeyStack verarbeitet werden. Dadurch werden die Daten automatisch erfasst, und den Anwendern stehen stets aktuelle Bestandsdaten zur Verfügung. Auch Martijn sieht darin Vorteile. „Das spart wiederum Zeit und erleichtert die Arbeit noch mehr.“

Eine Idee, die sich schon seit Jahren bewährt hat

Für Mark ist HeyStack im Grunde die Antwort auf eine Frage, die ihn schon seit Jahren beschäftigt. „Mein Vater baute Lagerhallen für Ackerbauern. Schon als Dreizehnjähriger fragte ich mich, warum auf dem Hof alles noch auf einem Whiteboard festgehalten wurde, während er zu Hause mit Excel arbeitete. Eigentlich stelle ich mir auch heute noch dieselbe Frage: Warum sollte man noch mit einem Whiteboard und Excel arbeiten, wenn man alles ganz einfach digital erfassen kann?“

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